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Sarg der Dame Nes-Mut © Musée d’ethnographie Neuchâtel; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg des Priesters Nes-Schu © Musée d’Yverdon et région Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg des Priesters Nes-Schu © Musée d’Yverdon et région; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg der Dame Nes-Mut © Musée d’ethnographie Neuchâtel; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg des Priesters Nes-Schu © Musée d’Yverdon et région; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg eines anonymen Kindes © Ethnologische Sammlung Schloss Burgdorf; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg eines anonymen Kindes © Ethnologische Sammlung Schloss Burgdorf; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg eines anonymen Mannes © Museum Appenzell; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg der Dame Nes-Mut © Musée d’ethnographie Neuchâtel; Foto: Swiss Coffin Project

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Sarg der Dame Nes-Mut © Musée d’ethnographie Neuchâtel; Foto: Swiss Coffin Project

Aus der Kollektion eines leidenschaftlichen Sammlers

Entdeckungen in einer unbekannten Sammlung

Foto AlexaVon Alexandra Küffer, Leiterin «Swiss Coffin Project»
8. Juli 2022



Wir staunen immer wieder, was sich hinter Museumsmauern und in Sammlungsdepots noch alles an Schätzen aus der Antike entdecken lässt - so auch bei unserem Fototermin im Lager der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG), wo wir auf mehrere bemerkenswerte Stücke stiessen.

Die SKKG mit Sitz in Winterthur wurde 1980 von Bruno Stefanini gegründet. Dieser hatte mit Immobilien ein Vermögen erwirtschaftet und frönte als Hobby einer ungezügelten Sammelleidenschaft. So erwarb er über 80‘000 Objekte aller Art und aus jeder Epoche, die er in seinem Schloss beherbergte. Darunter befinden sich auch knapp 200 Aegyptiaca, von denen ein gutes Dutzend im Rahmen des Swiss Coffin Project erstmals bearbeitet wird. Einige Fotos dazu sehen Sie unten. Dabei sollen die Objekte nicht nur kunsthistorisch eingeordnet, sondern ebenso ihre Provenienz und Erwerbsgeschichte aufgearbeitet werden, mit dem Ziel eine möglichst umfassende Biografie jedes Exponats zu erstellen.

Wir bedanken uns bei Jasmin Eckhardt und Julian Cech von der SKKG für den herzlichen Empfang und die tolle Zusammenarbeit beim Aufnehmen der Objekte.

 

Abb1.jpg  Abb2.jpg 

Das lächelnde Gesicht gehört zu einem Sargdeckel,
dessen oberer Teil sich in der Sammlung SKKG
befindet. Auf dem Holz haben sich Spuren eines
Leinenüberzugs und der farbigen Bemalung
erhalten.

Das Kartonagefragment bedeckte einst als
zusätzlichen Schutz den Oberkörper einer Mumie.
Die dunklen Stellen sind Abdrücke von
Leinenstreifen, mit denen das Fragment an
den Mumienbandagen befestigt war.
Abb3a.jpg Abb3b.jpg
Die zwei Holzfragmente gehörten ursprünglich zu einem Kastensarg und weisen eine noch gut
erhaltene farbige Bemalung auf.

Abb4ak.jpg    Die Fragmente sind beidseitig bemalt
(hier die Aussenseite des einen Fragments),
was sie besonders interessant macht.
Anhand der Motive und der Texte könnten
eventuell weitere Teile dieses Sarges lokalisiert
und der Sarg womöglich einer bestimmten
Nekropole zugewiesen werden.





Abb5a.jpg Abb5b.jpg
Mit ihrer kecken Ausstrahlung erweist sich die Statuette des Anubis als äusserst fotogen.
Eine Bohrung an der Unterseite deutet darauf hin, dass die Anubisfigur auf dem
Deckel eines Pfostensarges befestigt war.

Zwillings-Masken

Recherchen zur Biografie eines Objektes

Foto AlexaVon Alexandra Küffer, Leiterin «Swiss Coffin Project»
17. Mai 2022



Ziel des Swiss Coffin Projektes ist es, eine möglichst umfassende Biografie der untersuchten Objekte zu erstellen. So endete die Geschichte eines Stückes ja nicht mit seiner Bestattung in antiker Zeit, sondern setzt sich aus seiner gesamten Lebensdauer zusammen, von der Entstehung bis in die heutige Zeit. Sie umfasst neben der kulturhistorischen Einbettung auch die Fundgeschichte und die Erwerbsumstände sowie die heutige Bedeutung des besagten Objektes. Eine vollständige Rekonstruktion mag nicht immer gelingen und so manches Rätsel wird sich vermutlich nie entschlüsseln lassen. Wenn sich jedoch im Verlauf der Recherchen die verschiedenen Puzzleteile zu einer vollständigen Biografie zusammenfügen, sind Genugtuung und Freude umso grösser, wie beispielsweise bei der Mumienmaske der Ethnologischen Sammlung des Schlosses Burgdorf.

Die Maske wurde in spätptolemäischer Zeit für die Mumie einer uns unbekannten Personen hergestellt und diente als zusätzlicher Schutz des Kopfes. Gemäss Inventarbuch der Sammlung Burgdorf wurde die Maske 1925 für CHF 400.- erworben und stammt aus der Nekropole von Hawara am Eingang zum Fayum. Dort ist sie 1892 vom deutschen Ägyptologen Heinrich Brugsch entdeckt worden, dessen Funde mehrheitlich ins Ägyptische Museum Berlin gelangt sind. Aufschluss über ihr weiteres Schicksal lieferte ein Hinweis in einer Publikation über Mumienmasken. Dort ist unter den Objekten aus der Brug‘schen Sammlung in Berlin eine Maske aufgeführt, die vom Ägyptischen Museum an den bekannten Antiquitätenhändler Arthur Speyer abgegeben wurde. Offenbar verliert sich ihre Spur dort, denn die Publikation listet das Stück unter dem Vermerkt „Verbleib unbekannt“ auf. Da die Ethnologische Sammlung Burgdorf jedoch zahlreiche Objekte von Speyer erworben hat, wurde die Maske auf allfällige Hinweise überprüft, und tatsächlich fand sich auf der Rückseite die mittlerweile durchgestrichene ursprüngliche Inventarnummer des ägyptischen Museums Berlin, die identisch ist mit derjenigen der in der Publikation erwähnten Maske. Somit konnte das Objekt zweifelsfrei als ursprünglich aus Hawara stammende Mumienmaske identifiziert werden, die nach 30-jährigem Aufenthalt in Berlin über den Antiquitätenhändler Speyer nach Burgdorf gelangt ist und heute in einer der Wunderkammern im Schloss Burgdorf zu sehen ist.

Bei anderen Stücken stehen die Recherchearbeiten noch ganz am Anfang. So konnten wir kürzlich im Museum Rietberg Arbeitsfotos von einer gut erhaltenen Mumienmaske anfertigen, deren ursprünglicher Herkunftsort in Ägypten unbekannt ist. Aufgrund der Ähnlichkeit der Maske mit derjenigen von Burgdorf kann angenommen werden, dass sie ebenfalls aus Hawara stammt. Weitere Recherchen sollen über Fundkontext und Erwerbsgeschichte des ansprechenden Stückes, zu dem auch ein Kartonagefragment gehört, Aufschluss geben.

Abb1 Die farbig bemalte, sehr fragile Mumienmaske mit vergoldetem Gesicht wurde 1892 in Hawara gefunden und gelangte zunächst ins Ägyptische Museum Berlin, bevor sie dem Antiquitätenhändler Speyer abgegeben und 1925 vom damaligen Museum für Völkerkunde Burgdorf erworben wurde.
©Ethnologische Sammlung Schloss Burgdorf; Foto: Swiss Coffin Project. 

 

 Abb2   Abb3

 links: Die Detailaufnahme zeigt die unregelmässig ausgeführte rote Gesichtsumrahmung. Wie an den Augen erkenntlich, wurden Antlitz und Ohren erst nach der aufgetragenen Bemalung mit Blattgold überzogen.
rechts: Die Rückseite der Maske zeigt das stuckierte Gesicht ohne Vergoldung. Deutlich zu erkennen sind die über einer Form modellierten Gesichtszüge, wie etwa das feine, für die Ptolemäerzeit typische Lächeln. Die durchgestrichene Zahl 11743 auf der Stirn ist die ursprüngliche Inventarnummer des Objektes im Ägyptischen Museum Berlin.
 ©Ethnologische Sammlung Schloss Burgdorf; Foto: Swiss Coffin Project.
 Abb4  Die gut erhaltene Mumienmaske aus der Sammlung des Museums Rietberg weist – wie diejenige aus Burgdorf - die charakteristischen Merkmale der spätptolemäischen Masken aus Hawara auf.
©Museum Rietberg; Arbeitsfoto: Swiss Coffin Project.
 Abb5  Die von einer roten Konturlinie eingerahmte Gesichtspartie und das rosafarbene Haarband scheinen für die rund 60 km südwestlich von Kairo gelegene Nekropole von Hawara typisch zu sein.
©Museum Rietberg; Arbeitsfoto: Swiss Coffin Project.
 Abb6  Zur Mumienmaske gehört ein Kartonagefragment, welches einst den Oberkörper der Mumie einer uns heute nicht mehr bekannten Person bedeckte.
©Museum Rietberg; Arbeitsfoto: Swiss Coffin Project.

Allein mit Schepenese

Die erste Altägypterin in der Schweiz

Foto AlexaVon Alexandra Küffer, Leiterin «Swiss Coffin Project»
26. März 2022



Eines der schönsten Privilegien als in Museen tätige Ägyptologin ist es, sich auch ausserhalb der Öffnungszeiten darin aufhalten zu dürfen, so wie kürzlich als ich mit unserem Projekt-Fotografen die Särge der Schepenese in der Stiftsbibliothek St. Gallen aufnehmen konnte.

Was für ein unbeschreibliches Gefühl, in dieser geschichtsträchtigen und unglaublich stimmungsvollen Bibliothek, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ohne Besucherströme in völliger Ruhe der Priestertochter und Herrin des Hauses Schepenese gegenüberzustehen!

1820 gelangte die Mumie der Schepenese in ihren zwei Särgen nach St. Gallen. Damit ist Schepenese ist die erste Altägypterin überhaupt, welche in die Schweiz einreiste. Ihre Sargausstattung stammt aus einem Sammelgrab in Theben-West; durch wen und wann die Särge gefunden wurden, ist (noch) unbekannt. Schepenese lebte um 700 v.Chr. in der Stadt Theben (dem heutigen Luxor) und gehörte mit ihrer Familie der dortigen Elite an.

Der Politiker und Gründer des Kantons St. Gallen Karl Müller-Friedberg soll Mumie und Särge von einem Jugendfreund namens Philipp Roux-Damiani 1820 als Geschenk erhalten haben. Neue Forschungen zur Erwerbsgeschichte, welche die Ägyptologin Renate Siegmann im Rahmen der Neupublikation zu ägyptischen Särgen in der Schweiz unternommen hat, vermitteln jedoch ein komplexeres Bild davon, unter welchem Umständen Schepenese und ihr Sargensemble in die Schweiz gelangt sind.

Abb1SB

Der Prunksaal der Stiftsbibliothek St. Gallen beherbergt die Sargausstattung der Priestertochter und Herrin des Hauses Schepenese.
© Stiftsbibliothek St. Gallen; Foto: Swiss Coffin Project.

Abb2a.jpg  Abb2b.jpg

Die Särge der Schepenese werden umfassend und detailliert fotografiert. Dies erlaubt die Anfertigung von Umrisszeichnungen jeder Szene sowie die Übersetzung aller Inschriften.
© Stiftsbibliothek St. Gallen; Foto: Swiss Coffin Project.

Abb3SB

Der Innensarg (Mitte; bestehend aus Deckel und Wanne) der Schepenese ist reich bemalt, auf dem grössere Aussensarg hingegen finden sich nur die wichtigsten Motive sowie eine Opferformel mit Namen und Titel der Verstorbenen.
© Stiftsbibliothek St. Gallen; Foto: Swiss Coffin Project.

Abb4.jpg

Trotz beschädigter Nase harrt Schepenese mit anmutigem und gelassenem Lächeln der Dinge, die da kommen…
© Stiftsbibliothek St. Gallen; Foto: Swiss Coffin Project.

@ work

Fotografieren – Zeichnen – Beschreiben und Übersetzen

Foto AlexaVon Alexandra Küffer, Leiterin «Swiss Coffin Project»
20. Februar 2022



Der erste Schritt unseres Projektes zur Neupublikation ägyptischer Sargausstattungen in der Schweiz ist die Aufnahme und Erfassung des Materials, das veröffentlicht werden soll: Von jedem Exponat werden eine umfassende photographische Dokumentation erstellt sowie detaillierte Umrisszeichnungen angefertigt.

Diese erlauben ein Studium der Objekte am Computer, was sich für ein international zusammengesetztes Team als ungemein nützlich erweist.

Abb1k.jpg   Abb2kk.jpg

Die Kartonage der Ta-hai im Antikenmuseum Basel wird vom Fotografen des Swiss Coffin Project abgelichtet. 
© Antikenmuseum Basel; Foto: Swiss Coffin Project. 
 Die Umrisszeichnungen für die Neupubliation werden von der Ägyptologin und Künstlerin Daniela Rutica angefertigt.


Abb3kk.jpg
Detailfoto und Umrisszeichnung einer Szene auf dem Sarg eines anonymen Mannes im Museum Appenzell. 
© Museum Appenzell. Foto: Swiss Coffin Project; Zeichnung: Daniela Rutica/Swiss Coffin Project.

 

Abb4k.jpgEs folgt eine allgemeine Bestandsaufnahme des Stückes, die u.a. Standort, Inventarnummer, Objektgattung, Material, Herstellungsweise, Masse und Zustand sowie eventuelle Hinweise zur Herkunft und zum Erwerb des Objektes festhält. Anschliessend wird eine detaillierte Beschreibung des Stückes angefertigt. Dazu werden zwecks besserer Übersicht die dekorierten Flächen unterteilt und die Szenen und Schriftbänder mit einer Nummer bzw. einem Buchstaben gekennzeichnet.

Es ist immer wieder faszinierend, sich mit einem einzelnen Objekt genauer auseinanderzusetzen und dadurch seine Besonderheiten zu erkennen. Auf den ersten Blick mögen die Särge einer bestimmten Epoche und Region austauschbar erscheinen, bei genauerer Betrachtung jedoch erweist sich jedes Stück als einzigartig.

 

Sargstudium am Computer 

Ein Herz für Fragmente

Forschung an „schwierigen“ Objekten

Foto AlexaVon Alexandra Küffer, Leiterin «Swiss Coffin Project»
22. Januar 2022



In den Sammlungsdepots der Museen werden neben intakten Objekten auch zahlreiche Fragmente aufbewahrt. Diese Stücke waren einst Bestandteil eines Objektes, das im Lauf der Zeit auseinandergefallen ist oder absichtlich zerlegt wurde, um besser verkauft werden zu können – eine v.a. im 19. Jahrhundert von Antiquitätenhändlern häufig angewendete Strategie zur Gewinnoptimierung.

Heute liegen Fragmente allzu oft unbeachtet in den Schränken und Schubladen der Museumsmagazine. Sie werden selten in Ausstellungen gezeigt und auch in der Wissenschaft gerne übersehen. Ihres ursprünglichen Kontextes meist vollständig beraubt, gelten sie als undankbare Forschungsobjekte, deren Biografien sich nur schwer rekonstruieren lassen.

Dennoch haben wir uns entschlossen, auch Fragmente in die Neupublikation über ägyptische Sargausstattungen aufzunehmen. Denn ein Objekt, das weder ausgestellt noch veröffentlicht ist, existiert nicht! Höchste Zeit also, auch Fragmenten eine Plattform zu geben, um sie Forschenden weltweit zugänglich zu machen. Drei davon stellen wir Ihnen hier vor, die im Verlauf der weiteren Bearbeitung sicherlich noch mehr ihrer Rätsel preisgeben werden. Und wer weiss - vielleicht gelingt es so, dem einen oder anderen Fragment weitere Teile aus anderen Museen zuzuordnen und so das ursprüngliche Objekt zumindest virtuell zu rekonstruieren.

Abb._1.jpgAbb.2.jpgLinks:
Zum Bestand des Kunstmuseums Solothurn gehört das hölzerne Fragment einer Sargwand, die beidseitig bemalt ist. Die der Mumie zugewandte Innenseite zeigt drei Gottheiten, welche den Körper der verstorbenen Person beschützten. Auf der Aussenseite haben sich die Farben weniger gut erhalten; Teile der Inschrift sind jedoch noch lesbar, u.a. der Titel „Herrin des Hauses“. Dieser verrät uns, dass im Sarg eine verheiratete Frau bestattet war.
© Kunstmuseum Solothurn; Foto: Swiss Coffin Project.

Rechts:
Das vermutlich zu Verkaufszwecken rechteckig zugeschnittene Fragment eines Sarkophags aus Kalkstein ist Ende des 19. Jahrhunderts vom Aargauer Kaufmann André Bircher, der in Kairo lebte, seinem Heimatkanton geschenkt worden. Am Ende der vierzeiligen Inschrift wird der Name des Sargbesitzers genannt. Es ist gut möglich, dass sich weitere Fragmente seines Sarkophags in anderen Museen befinden.
© Museum Aargau; Foto: Swiss Coffin Project.

 

Abb._3.jpgDas hölzerne Gesicht gehörte zu den ersten altägyptischen Objekten im Historischen Museum Bern. Es war einst mit Dübeln am Deckel eines Sarges befestigt. Anhand der Frisur mit sog. Geierhaube kann das Gesicht einer weiblichen Person zugeordnet werden. Die Fransen an der Stirn waren im 6. Jahrhundert v.Chr. in Theben während einer kurzen Zeit sehr en vogue.
© Historisches Museum Bern; Foto: BHM.

In alter Farbenpracht

Auf Fotomission im Sammlungszentrum des Museums Aargau

Foto AlexaVon Alexandra Küffer, Leiterin «Swiss Coffin Project»
29. November 2021



Die ägyptische Sammlung des Museums Aargau umfasst u.a. drei Sargausstattungen mit Mumien, die vom Aargauer André Bircher in den 1880er Jahren seinem Heimatkanton geschenkt worden waren.

Bircher war 1862 mittellos nach Ägypten ausgewandert und hatte mit der Gründung eines Import-Exportgeschäftes in Kairo ein Vermögen angehäuft, das er in den Erwerb von Antiquitäten steckte.

Einen Schwerpunkt der Fotosession bildeten Sarg, Mumie und Kartonage-Abdeckungen der Scherit-Min. Sie waren zwar alle schon in unserer Publikation „Unter dem Schutz der Himmelsgöttin“ von 2007 abgebildet. Unmittelbar nach Erscheinen des Buches wurden Sarg und Kartonagen jedoch gereinigt und sanft restauriert. Jetzt konnte die Sargausstattung erstmals in restauriertem Zustand fotografiert und damit ihre ursprüngliche Farbenpracht dokumentiert werden.

Ein herzliches Danke an Florence Anliker (Historikerin und Praktikantin Ausstellungen am Museum Aargau), Valentin Boissonnas (Restaurator, Dozent Restaurierung-Konservierung an der Fachhochschule Neuchâtel), Stefan Honegger (Fotograf) und Thomas Imfeld (Konservator-Restaurator am Museum Aargau) für die unkomplizierte und professionelle Zusammenarbeit!

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